Aachener Energiepreis 2008
Aachener Energiepreis 2006
2007 würdigte die Stadt Aachen wiederum das Engagement im Bereich Energieeffizienz. Der Aachener Energiepreis (in einer Höhe von insgesamt 15.000 Euro) wurde verliehen für vorbildliche Aktivitäten und ein herausragendes Engagement im Bereich Energieeffizienz.
Der Bewerberkreis umfasste 6 Sanierungsmaßnahmen in Einfamilienhäusern sowie 5 weitere in Mehrfamilienhäusern. Auch vorbildliche Einfamilienhaus-Neubauten wurden eingereicht, ebenso der Neubau eines Schulgebäudes und eines Bürogebäudes.
Neben dem Gebäudebereich gehören auch anderweitig zukunftsorientierte Projekte zum Teilnehmerkreis, die z. B. Anwendungsmöglichkeiten für die Nutzung von Sonnenenergie aufzeigen.
Die Jury hatte es bei der guten Qualität der Bewerbungen nicht leicht mit der Auswahl. Thematisch wurden die Bewerbungen in drei Kategorien eingeteilt: Neubau, Altbausanierung und Technik.
Die Preisträger wurden bei der Verleihung im Eurogress am 4. November bekannt gegeben, sie kommen aus den Bereichen Neubau, Altbausanierung und Technik.
Preisträger: Kategorie Technik
1. Platz: Frank Giese, Projekt: Solarofen für Burkina Faso, Preisgeld: 4.000 Euro
Preisträger: Kategorie Gebäudesanierung
1. Platz: Gut Alt Schurzelter Heizungsgesellschaft GbR, Projekt: Zauberofen - Biomasseheizung mit Nahwärmenetz, Preisgeld: 4.000 Euro
2. Platz: Lorenz Hölscher, Christa Siebes, Projekt: Unser Haus in Burtscheid; Preisgeld: 3.000 Euro
Preisträger: Kategorie Neubau
1. Platz: Elisabeth Lüker, Projekt: Passivhaus - Offen für jede Menge Leben, Preisgeld: 4.000 Euro
Die ausgezeichneten Projekte wurden von den Preisträgern auf großformatigen Postern vorgestellt. Moderator Robert Esser interviewte die Gewinner.
Solar-Ofen
Den ersten Platz in der Kategorie Technik mit einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro erhielt der Maschinenbaustudent Frank Giese für den von ihm entwickelten Solar-Ofen. Der Erfinder aus Aachen hat den Ofen, der schon bei zwei Stunden Sonneneinstrahlung 220 Grad Celsius erreicht, konzipiert für ein Projekt in Burkina Faso. Dort werden seit August 50 Baguettebrote pro Backgang in dem Ofen fertig gestellt. Die Erfindung kann auch in anderen Entwicklungsländern zum Einsatz kommen.
Sanierung älterer Gebäude
Die Sanierung älterer Gebäude ist eine weitere Kategorie. Hier wurden in diesem Jahr zwei Preisträger ausgewählt. Den ersten Preis (4.000 Euro) erhielt die Gut Alt Schurzelter Heizungsgesellschaft GbR (2. Foto von oben). Bei der Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gutes Alt Schurzelt in Aachen-Laurensberg wurde die Mehrzahl der Wohneinheiten in nachbarschaftlicher Initiative an eine gemeinsame Holzheizungsanlage „Zauberofen“ angeschlossen. Die Hofanlage stammt aus dem 18. Jahrhundert, stand jahrelang leer und wird nun als Wohn- und Gewerbestandort genutzt.
Platz zwei im Bereich Sanierung und damit 3.000 Euro im Bereich Sanierung gehen an Lorenz Hölscher und Christa Siebes für ihr Haus im Aachener Ortsteil Burtscheid. Außenwände, Dach und Kellerdecke wurden gedämmt, neue Fenster und eine Holzpelletheizung eingebaut, eine Solaranlage erzeugt warmes Wasser. Eine Fotovoltaikanlage ergänzt die Nutzung von Sonnenenergie. Zusammengenommen führten diese Sanierungsmaßnahmen zu einer Energieeinsparung von 88 %.
Neubauten
Besonders energiesparend können Neubauten wie das Passivhaus von Elisabeth Lüker sein, das den ersten Platz in der Kategorie Neubauten (Preisgeld: 4.000 Euro) erhielt (2. Foto von unten). Das Passivhaus wurde in Stahlbauweise errichtet, was die perfekte Minimierung von Wärmebrücken ermöglicht. Bis zu 40 cm Dämmung, Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher, Wärmepumpe und Solarkollektoren sorgen für den geringen Energieverbrauch: Der Energiekennwert für die Heizwärem liegt bei nur 12 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. In einem Durchschnittsneubau liegt der Heizenergiebedarf bei 90, in Altbauten sogar bei durchschnittlich 250 Kilowattstunden jährlich.
Umweltdezernentin Gisela Nacken und STAWAG-Vorstand Dieter Attig überreichten neben der Urkunde ein Solarspielzeug an die Gewinner. Frau Nacken hob die Bedeutung des Energiebedarfs für den Klimawandel und den Handlungsbedarf sowohl im privaten wie auch im öffentlichen und gewerblichen Bereich in den kommenden Jahren hervor. Daher dankte Sie insbesondere den Engagierten, die ihre Bewerbungen eingereicht haben.
Poster der Preisträger zu ihren Projekten (PDF)
Der Aachener Energiepreis 2007 wurde verliehen mit der freundlichen Unterstützung von STAWAG, Commerzbank, Accom, Sparkasse Aachen, Carolus Thermen, ASEAG, Derichs & Konertz und Lamers.